Das weltgrößte Neutrino-Teleskop ist fertiggestellt

Mit dem IceCube-Observatorium am Südpol wird eines der anspruchsvollsten Projekte der Wissenschaftsgeschichte vollendet.    

Nach knapp sechs Jahren Bauzeit und einem Jahrzehnt Vorbereitung wurde am 18. Dezember 2010 das Neutrino-Teleskop „IceCube“ fertiggestellt. Der größte Teilchendetektor der Welt besteht aus einem Kubikkilometer Eis, der mit höchstempfindlichen Lichtsensoren durchsetzt ist. Sie fangen die Spuren von Neutrinos aus dem Weltall auf, um durch diese Himmelsboten Informationen über weit entfernte Galaxien zu erhalten.  

Die Universität Mainz ist seit über 10 Jahren mit vielen Studierenden und Doktoranden an den Vorbereitungen, dem Aufbau und der Auswertung des Experiments beteiligt. Sie ist unter anderem für ein System zur Aufzeichnung von Daten aus Supernova-Explosionen verantwortlich. Bislang trugen 12 Mainzer in der Antarktis zu Aufbau und Wartung des Experiments bei; zwei weitere Doktoranden werden Ende Dezember zum Südpol fliegen.  Die Arbeitsgruppe wird von Prof. Lutz Köpke und Prof. Heinz-Georg Sander geleitet.  

Link zur vollständigen Presseerklärung: http://www.uni-mainz.de/presse/41965.php