Möglicher Massenbereich für das Higgs-Boson weiter eingeschränkt

 

Das Higgs-Boson, das im Rahmen des Standardmodells der Teilchenphysik für die Erzeugung der Massen verantwortlich ist, ist das letzte Teilchen innerhalb dieser Theorie, dass noch nicht entdeckt wurde. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Masse dieses Teilchens nur knapp oberhalb der aus früheren Experimenten bekannten Grenze von 114 GeV liegt.


Neueste Messungen vom Tevatron-Beschleuniger am Fermilab in der Nähe von Chicago, die unter Beteiligung von Forschern der ETAP durchgeführt  wurden, zeigen, dass die Masse des Higgs-Bosons nicht im Bereich zwischen 158 und 175 liegen kann. Damit konnte der von den Tevatron-Experimenten im November letzten Jahres veröffentlichte Ausschlussbereich um einen Faktor 4 vergrössert werden.

 

Unter Berücksichtigung aller bisherigen Messergebnisse kristallisiert sich somit immer klarer heraus, dass man nach einem leichten Higgs-Boson suchen muss. Der erlaubte Massenbereich (mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%) liegt zwischen 115 und 150 GeV,
wobei der wahrscheinlichste Wert für die Higgs-Masse 125 GeV beträgt.

Die Jagd nach dem Higgs-Boson am Tevatron wird in den nächsten Monaten fortgesetzt, so dass in näherer Zukunft weitere neue Erkenntnisse erwartet werden dürfen. Neben dem Tevatronsind jetzt auch Forscher am LHC-Beschleuniger am CERN in Genf an der Suche nach dem Higgs-Boson beteiligt. Erste Ergebnisse der Experimente ATLAS, auch unter Beteiligung von Forschern aus der ETAP, und CMS werden in Zukunft mit Spannung erwartet.

 

Weiterführender Link: http://www.fnal.gov/pub/presspass/press_releases/Higgs-mass-constraints-20100726.html