Computing

Mit Hilfe von GRID-Computing können große Datenmengen auf Computerfarmen rund um die Welt bearbeitet werden, ohne daß der Endnutzer die individuellen Eigenheiten der Computerfarmen (Betriebssystem version, Sicherheitskonzept, CPU Anzahl usw.) berücksichtigen muß. Im Idealfall schickt ein Nutzer seinen Auftrag ab und irgendwo auf der Welt wird dieser Auftrag dann bearbeitet und schließlich werden die Ausgabedateien dem Nutzer zur Verfügung gestellt.

Für Großexperimente wie DØ, CDF, Belle usw. hat GRID-Computing schon heute einen sehr hohen Stellenwert, da die großen produzierten Datenmengen kaum noch von den lokalen Computerfarmen bearbeitet werden können. In den nächsten Jahren wird die Situation mit der Inbetriebnahme der LHC-Experimente noch kritischer, da die von diesen Experimenten gelieferten Daten nur noch mit Hilfe von GRID-Computing bewältigt werden können.

DØ hat ein Softwarepaket (SAMGrid) entwickelt, welches die geforderten Anforderungen erfüllt und exzessiv genutzt. Über SAMGrid wird mittlerweile die gesamte Monte Carlo Simulation durchgeführt. Zudem können innerhalb von wenigen Wochen die gesamten aufgezeichneten Daten komplett reprozessiert werden. Der nächste Schritt  ist die Verlagerung der primären Prozessierung der Daten auf externe Computerfarmen über SAMGrid.

Die Deutschen Gruppen haben wesentlich zur Entwicklung und Zertifizierung von SAMGrid beigetragen und sind maßgeblich am Erfolg von GRID-Computing bei DØ verantwortlich.

In Deutschland beteiligt sich das Rechenzentrum in Karlsruhe (GridKa, 1500 CPUs) an der Produktion für Monte Carlo Simulationen bei DØ.

Die Steuerung und Überwachung der Monte Carlo Produktion am GridKa wird erfolgreich von der Mainzer Gruppe übernommen.

Monte Carlo Prkoduktion bei DØ mit beteiligten Rechnerfarmen