NA62 - Aktivitäten in Mainz

Die Mainzer Gruppe ist sowohl im Bau des neuen Detektors für die Datennahme ab 2012 wie auch in der Analyse der Daten von 2006/2007 stark beteiligt.

 

Myonvetozähler

 

Um Ereignisse des hauptsächlichen Zerfallskanals K+→μ+ν zu unterdrücken, ist eine beinah perfekte Myon-Pion – Erkennung von 1:1011 nötig. Dies kann nur im Zusammenspiel mehrerer Detektorkomponenten erfolgen: Das Spursystem trennt aufgrund kinematischer Variablen, der RICH-Zähler identifiziert Teichen, und die Kalorimeter müssen einen Beitrag von 105 zur Unterdrückung leisten.   In den Kalorimetern machen Ereignisse, in denen Myonen plötzlich einen großen Teil ihrer Energie abstrahlen, die größten Sorgen. Diese Ereignisse kann man nur daran erkennen, dass sie einen elektromagnetischen und nicht hadronischen Schauer haben. Das alte Hadronkalorimeter des NA31/NA48 – Experimentes ist dafür nicht gut genug, ein neuer Detektor muss gebaut werden. Die Mainzer Gruppe entwirft und baut diesen zusammen mit dem IHEP in Protvino, Russland. Wie das bisherige Hadronkalorimeter wird er als Eisen-Szintillator –Sandwichkalorimeter gebaut werden, aber mit einer viel feineren Segmentierung, die hilft, Pionschauer von Myonschauern zu unterscheiden.

 

Online PC Farm

 

Zusätzlich wird die Mainzer Gruppe die PC-Farm aufbauen, die die Daten aller Detektorteile über Gigabit-Ethernet im Falle einer positiven Triggerentscheidung zusammenfügen wird. Die kompletten Daten werden dann an den CERN – Datenspeicher weitergeschickt.  Die erwartete Rate beträgt etwa 1 GByte für jeden Burst, die in  5 Sekunden transportiert werden müssen.

 

Physikanalyse

 

Schon seit NA31 hat Mainz eine starke Gruppe in der Analyse von seltenen und semileptonischen Kaonzerfällen. In NA62 läuft hier die Analyse des Verhältnisses … aus den Daten von 2006 und 2007. Zusätzlich wird die Gruppe in diesen Daten weitere seltene Zerfälle untersuchen und Simulationsrechnungen für den neuen Detektor durchführen, der dann ab 2012 Daten liefern soll.